Beim Zapfenstreich sind wohl bald Bart und Brille erlaubt

Berlin · Die Bundeswehr will die strenge Auswahl für ihr Wachbataillon lockern, das bei militärischen Zeremonien aufmarschiert. In die Reihen der hoch gewachsenen Vorzeigetruppe könnten künftig womöglich auch kleinere Soldaten und solche mit Brille und Bart aufgenommen werden, hieß es gestern im Verteidigungsministerium.

An entsprechenden Änderungen der Tauglichkeits-Kriterien werde derzeit gearbeitet.

Das Wachbataillon tritt zum Beispiel beim Empfang von Staatsgästen und beim Großen Zapfenstreich an. Die Bundeswehr legt dabei großen Wert auf das einheitliche Aussehen der Truppe, weswegen bislang eine Körpergröße zwischen 1,78 und 1,95 Metern sowie ein Verzicht auf Brillen und Bärte vorgeschrieben war. Nun wird überlegt, dezente randlose Sehhilfen zuzulassen - "aber keine poppigen Brillen". Auch Größen-Vorgaben könnten geändert werden. Hintergrund der Pläne ist offenbar der Wegfall der Wehrpflicht: Der Bundeswehr geht schlicht der groß gewachsene Nachwuchs ohne Sehschwäche aus.

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