Behörden dürfen vor Ekelfleisch warnen

Luxemburg/Berlin. Während ein neuer Skandal um falsch etikettiertes Fleisch die Lebensmittelbranche erschüttert, hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) gestern den Verbraucherschutz gestärkt. Die Behörden dürfen nach dem Urteil auch dann vor Ekel-Fleisch warnen, wenn dieses nicht gesundheitsschädlich ist

 Fleischkontrolleure müssen sich nicht auf die Suche nach Gesundheitsgefahren beschränken. Foto: dpa

Fleischkontrolleure müssen sich nicht auf die Suche nach Gesundheitsgefahren beschränken. Foto: dpa

Luxemburg/Berlin. Während ein neuer Skandal um falsch etikettiertes Fleisch die Lebensmittelbranche erschüttert, hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) gestern den Verbraucherschutz gestärkt. Die Behörden dürfen nach dem Urteil auch dann vor Ekel-Fleisch warnen, wenn dieses nicht gesundheitsschädlich ist. Auch für den Verzehr nur "ungeeignete" Lebensmittel erfüllten nicht die Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit. Das EU-Gericht nahm zu einem Streit um Wildfleisch vor dem Landgericht München I Stellung. Das Passauer Unternehmen Berger Wild GmbH hatte Schadenersatz verlangt, weil das bayerische Verbraucherschutzministerium über ekelerregende Zustände in der Firma berichtet und vor dem Verzehr des Wildfleischs gewarnt hatte, das "ranzig, stickig, muffig oder sauer gerochen" habe. Die Firma argumentierte, bei ihrem Wildfleisch könnten allenfalls "sensorische Abweichungen" auftreten.

Der EuGH habe ein wichtiges Signal zur Stärkung der Informationsrechte von Verbrauchern in Deutschland und der gesamten EU gesendet, teilte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) mit. "Das Urteil bestärkt uns in unserem Ansatz, größtmögliche Transparenz für Verbraucher zu schaffen, wenn es um die Qualität von Lebensmitteln geht."

 Fleischkontrolleure müssen sich nicht auf die Suche nach Gesundheitsgefahren beschränken. Foto: dpa

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Derweil erweist sich der europaweite Betrug mit falsch deklariertem Pferdefleisch als noch größer als bislang bekannt. Ein niederländischer Großhändler soll (wie bereits gestern kurz berichtet) schon seit mehr als zwei Jahren Pferdefleisch falsch etikettiert und verkauft haben - auch nach Deutschland. Unklar ist die Herkunft von 50 000 Tonnen Fleisch. Beliefert wurden Betriebe in fast allen Bundesländern, nach Aussage des Verbraucherschutzministeriums aber nicht im Saarland. dpa/red

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