Bahn sagt Kriminalität den Kampf an

Bahn sagt Kriminalität den Kampf an

Berlin/Saarbrücken. Die Bahn sagt Gewalt und Kriminalität in Zügen und auf Bahnhöfen den Kampf an. Das Unternehmen will unter anderem die 3350 eigenen Sicherheitskräfte um 150 Mann aufstocken sowie rund 11 000 Service-Mitarbeiter, Kundenbetreuer und Zugbegleiter in Sicherheitstrainings schulen

Berlin/Saarbrücken. Die Bahn sagt Gewalt und Kriminalität in Zügen und auf Bahnhöfen den Kampf an. Das Unternehmen will unter anderem die 3350 eigenen Sicherheitskräfte um 150 Mann aufstocken sowie rund 11 000 Service-Mitarbeiter, Kundenbetreuer und Zugbegleiter in Sicherheitstrainings schulen. Das für Sicherheitsfragen zuständige Vorstandsmitglied Gerd Becht kündigte in der "Bild am Sonntag" an, diese Trainings würden "überwiegend in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei durchgeführt und weiterentwickelt". Zudem sollen die 6500 Überwachungskameras in Zügen und Bahnhöfen künftig detailliertere Aufnahmen liefern.

Jeden Tag gibt es bei der Bahn 30 Fälle von Körperverletzung, im Jahr über 10 000. Das Unternehmen registriert insgesamt 87 000 Straftaten pro Jahr - von der Sachbeschädigung auf Bahnhöfen bis zum Fahren ohne Ticket.

Das Sicherheitspersonal wird zunächst an den Bahnhöfen in Berlin, Hamburg, Leipzig, München, Frankfurt, Duisburg, Dortmund und Düsseldorf verstärkt. Auch im Saarland wird es voraussichtlich schnell zur Verbesserung der Sicherheit kommen. Ralf Damde, Vize-Chef der Bahngewerkschaft Transnet an der Saar, verwies gegenüber unserer Zeitung auf ein Gespräch mit Verkehrsministerin Simone Peter (Grüne) am 26. März. Außerdem sei ein Treffen mit Vertretern der Landesregierung, der Bahn sowie der Landes- und Bundespolizei geplant. Gegenwärtig würden rund 25 Prozent der Saar-Nahverkehrszüge kontrolliert, sagte Damde. Die Bundesländer bestimmten, wie viele Züge zu kontrollieren sind. In Hessen seien dies beispielsweise 100 Prozent der Nahverkehrszüge. "Wir bräuchten 63 Leute, um im Saarland jeden Tag jeden Zug zu begleiten", erklärte Damde. Das koste rund drei Millionen Euro. Den Betrag könnten sich das Saarland und die Bahn teilen, schlug der Gewerkschafter vor.

Die Bahn will mehr für Sicherheit tun. Foto: dpa.
Die Bahn will mehr für Sicherheit tun. Foto: dpa.
Die Bahn will mehr für Sicherheit tun. Foto: dpa.
Die Bahn will mehr für Sicherheit tun. Foto: dpa.
Die Bahn will mehr für Sicherheit tun. Foto: dpa.
Die Bahn will mehr für Sicherheit tun. Foto: dpa.
Die Bahn will mehr für Sicherheit tun. Foto: dpa.
Die Bahn will mehr für Sicherheit tun. Foto: dpa.
Die Bahn will mehr für Sicherheit tun. Foto: dpa.
Die Bahn will mehr für Sicherheit tun. Foto: dpa.

Allein durch Vandalismus an Zügen würden jährlich 1,8 Millionen Euro Schäden im Saarland und in Rheinland-Pfalz verursacht. ddp/afp/ts

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