Kommentar : Aufklärung tut immer noch Not

Das Tierwohl-Label ist ein erster und richtiger Schritt. Mehrere Handelsketten nutzen es schon seit Monaten, um ihre Kunden über die Haltungsbedingungen aufzuklären. Doch das Label alleine reicht nicht aus: Was genau sich hinter den vier Stufen verbirgt, sollte künftig an jeder Fleischtruhe auf einen Blick ersichtlich sein.

Gerade zwischen Stufe eins und zwei ist beispielsweise der Unterschied gering, wenn ein Schwein dann zehn Prozent mehr Platz und ein Spielzeug bekommt.

Die Moral endet am Regal, heißt es. Ein Argument: Das Geld komme ja doch nur dem Handel zugute. Mit dem Label muss deshalb auch sichergestellt werden sein, dass der höhere Kaufpreis auch wirklich bei den Höfen ankommt. Denn nur dann haben sie Geld, in bessere und größere Ställe zu investieren. Und die Käufer sind gefordert, den Worten auch wirklich Taten folgen zu lassen.