Aufgeblasene Freier werden leichte Beute

Aufgeblasene Freier werden leichte Beute

Bei einigen Damen mögen Balzrufe aufgeblasener männlicher Wesen zum Erfolg führen. Zuweilen hat einen aber die Falsche zum Fressen gern, wenn man dicke Backen macht.

Dieses Wissen könnte manchem Tungara-Frosch das Leben retten. Fatalerweise gehört aber das Fachblatt "Science" nicht zur üblichen Lektüre der südamerikanischen Amphibien, auch wenn sie den gebildeten Namen Physalemus pustulosus tragen. Ein Forscherteam um Wouter Halfwerk vom Smithonian-Tropenforschungsinstitut in Panama berichtet dort folgendes: Wenn männliche Tungara-Frösche beim nächtlichen Balz-Ruf im Teich ihre Schallblasen aufpumpen, erzeugen sie kleine Wasserwellen. Diese verraten Fledermäusen offenbar dank deren Echolotsystem, wo sich die Frösche verbergen. Es nütze den Fröschen dann auch nichts, die Balzrufe schnell einzustellen, da sich die Wasserwellen über längere Zeit auf der Wasseroberfläche ausbreiten könnten.

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