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Auf der Suche nach neuen Lernkonzepten

Auf der Suche nach neuen Lernkonzepten

Pläne über „außerschulische Lernkonzepte“ gibt es viele im Saarland. Doch jetzt soll es konkret werden. Derzeit wird Reden im Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium als Standort erkundet.

Gondwana-Betreiber Matthias Michael Kuhl hat einen Traum: Er sieht Schüler in Laboren und Werkstatträumen paläontologisch experimentieren. Und zwar in einer dritten Halle, direkt hinter seinem Urzeit-Erlebnis-Museum. Denn Gondwana sei vielmehr eine Bildungsinstitution, kein reiner Spaßbetrieb, meint Kuhl. Auch die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte bereits vor langem einen Traum und gab ihm den Titel "Außerschulischer Lernort". Sie sah Schulklassen die Bergbau-Ausstellung "Das Erbe" im Gondwana-nahen Zechenhaus fluten.

Dort ist auch das Institut für Landeskunde und das Landesdenkmalamt sowie das Bio-Dokumentationszentrum untergebracht, das die geologische Sammlung der Saar-Bergwerke, eine Schmetterlingssammlung und die biologische Sammlung der Universität betreut. All diese Institutionen könnten sich dem Bürger öffnen und Bildungsaufgaben übernehmen. So wie es bereits der ehemalige Umweltminister Stefan Mörsdorf (1999-2009, CDU) angedacht hatte.

Pläne: Ja - Konzepte: Nein

Bis heute existiert allerdings kein Konzept. Es ist zwar in der Mache, steckt jedoch noch in den allerersten Anfängen. Karl Kleineberg, ehemaliger Geschäftsführer der Industriekultur Saar GmbH, wurde vor rund zwei Monaten mit der Aufgabe betraut, Reden im Zusammenwirken mit dem Bildungsministerium zu einem außerschulischen Lernort zu entwickeln. "Es geht nicht darum, dass Ausflüge hierher verlegt werden", sagt er der Saarbrücker Zeitung. In Reden soll im Prinzip Unterricht stattfinden. Und das bedeutet: Das Angebot muss lehrplangerecht sein. Kleineberg schwebt da eine Art Komplettpaket vor, das den Lehrern von der Busfahrt über die Betreuung vor Ort bis hin zu Unterrichtsmaterialien alle Zusatzarbeit abnimmt.