Arbeitsmarkt trotzt Euro-Krise

Saarbrücken/ Nürnberg. Immer mehr Menschen in Deutschland finden einen unbefristeten und sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjob. Diese reguläre Form der Beschäftigung hat bundesweit den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht, an der Saar sogar einen neuen Rekordwert

Saarbrücken/ Nürnberg. Immer mehr Menschen in Deutschland finden einen unbefristeten und sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjob. Diese reguläre Form der Beschäftigung hat bundesweit den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht, an der Saar sogar einen neuen Rekordwert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im vergangenen Jahr insgesamt 23,7 Millionen Menschen regulär beschäftigt, im Saarland waren es 365 100 und damit so viele wie noch nie seit Einführung einer entsprechenden Statistik in den 1970er Jahren.Die Steigerung im Vergleich zu 2010 lag im Bund und an der Saar bei 2,6 Prozent. Dabei fanden mehr Männer als Frauen eine neue Arbeitsstelle. Als regulär sozialversicherungspflichtig beschäftigt gilt, wer mindestens 21 Wochenstunden arbeitet und nicht an ein anderes Unternehmen ausgeliehen wird.

Fachleute der Industrie- und Handelskammer (IHK) Saar sowie der Vereinigung Saarländischer Unternehmensverbände (VSU) gehen zudem davon aus, dass die Euro-Krise gelöst und keine negativen Auswirkungen auf das Wachstum sowie die Beschäftigung haben wird. Wenn dazu die US-Konjunktur nach den Präsidentschaftwahlen im November wieder anspringe und Asien zu alter Stärke zurückfinde, "dann wird auch die Wirtschaft im Saarland 2013 wieder durchstarten", prognostiziert IHK-Geschäftsführer Heino Klingen. Gerade bei einer wieder stärkeren Weltwirtschaft könne das exportorientierte Saarland seine Leistungsfähigkeit entfalten, betont auch VSU-Hauptgeschäftsführer Joachim Malter.

Die Region habe sich in den vergangenen 18 Monaten gut entwickelt. Unternehmen, die sich derzeit mit neuen Jobs noch zurückhalten, täten dies weniger aus Sorge um den Euro, sondern wegen Absatzproblemen in Südeuropa. Motor für Neueinstellungen in der Region bleibt das Verarbeitende Gewerbe, von der Autoindustrie bis zum Maschinenbau. ts

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