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Aprilscherze orientieren sich zunehmend an Realität

Aprilscherze orientieren sich zunehmend an Realität

Hamburg/Berlin. Kein Scherz: Aprilscherze sind dem Hamburger Trendforscher Peter Wippermann zufolge in Deutschland nach wie vor angesagt. Es sei nicht erkennbar, dass die seit Jahrhunderten bestehende Tradition, am 1. April mit Falschmeldungen andere hinters Licht zu führen, verschwinde, sagte der Professor für Kommunikationsdesign

Hamburg/Berlin. Kein Scherz: Aprilscherze sind dem Hamburger Trendforscher Peter Wippermann zufolge in Deutschland nach wie vor angesagt. Es sei nicht erkennbar, dass die seit Jahrhunderten bestehende Tradition, am 1. April mit Falschmeldungen andere hinters Licht zu führen, verschwinde, sagte der Professor für Kommunikationsdesign. Andere in den April zu schicken, gelinge heute vor allem dann, wenn sich die Falschinformationen eng an der Realität anlehnten, sagte Wippermann. Denn der Zugang zu Informationen durch den Medienwandel der vergangenen Jahrzehnte habe es zunehmend ermöglicht, viele Aprilscherze relativ schnell zu entlarven. "Dieses Spiel mit Halbwissen ist etwas, was sicherlich zunehmen wird", sagte der Trendforscher über Aprilscherze der Zukunft. "Also wenn ein Fakt überzeichnet ist oder eine Richtung vorgibt, die sich nicht schnell logisch widerlegen lässt." Der Ursprung dieser Sitte - außer in Deutschland auch in den meisten europäischen Ländern sowie in den USA bekannt - ist übrigens nicht geklärt. dapd