Appell für den Spenderausweis

Saarbrücken. Anlässlich des heutigen Tages der Organspende hat der saarländische Gesundheitsminister Gerhard Vigener (CDU) am Freitag die "Organspende-Kampagne Saarland" vorgestellt

Saarbrücken. Anlässlich des heutigen Tages der Organspende hat der saarländische Gesundheitsminister Gerhard Vigener (CDU) am Freitag die "Organspende-Kampagne Saarland" vorgestellt. Mit Flyern, Plakaten und Informationsveranstaltungen will die Landesregierung gemeinsam mit Partnern wie beispielsweise Krankenkassen, Ärztevereinigungen und Selbsthilfegruppen das Thema stärker ins Bewusstsein der Saarländer rücken. "Organspende ist eines der meist verdrängten Themen in der Bevölkerung, weil es auch eine Auseinandersetzung mit dem Tod bedeutet", sagte Vigener. Dennoch solle man diese Auseinandersetzung nicht scheuen und seine Entscheidung in einem Organspendeausweis dokumentieren. Einen solchen können sich die Saarländer am Samstagvormittag ab zehn Uhr in der Saarbrücker Bahnhofstraße vom Minister persönlich abholen. Vigener appellierte besonders auch an die "Jungsenioren": "Auch ältere Menschen können spenden und sollen spenden", sagte der Minister. Der 63-Jährige selbst trage seit dem vergangenen Jahr einen Spenderausweis in der Brieftasche mit sich. "Wir haben schon Organe von 80- oder 90-Jährigen transplantiert", pflichtet Dr. Thomas Breidenbach von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in Mainz bei. "Wenn wir die nicht gehabt hätten, wären noch mehr Patienten gestorben." Deutschlandweit sterben täglich im Durchschnitt bis zu vier Personen, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan bekommen haben. Mit 13,5 Organspendern pro einer Million Einwohner lag das Saarland im vergangenen Jahr unter dem Bundesdurchschnitt von 14,6 Spendern pro Million. Insgesamt 46 Organe wurden 2008 im Saarland transplantiert. bie