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Amnesty: Arme Länder tragen Hauptlast der Flüchtlingskrise

Amnesty: Arme Länder tragen Hauptlast der Flüchtlingskrise

Nur zehn vorwiegend arme Länder haben nach einem Bericht von Amnesty International mehr als die Hälfte aller Flüchtlinge weltweit aufgenommen. Unter diesen Ländern ist kein einziges EU-Mitglied und kein Staat aus der Gruppe der sieben führenden Industrieländer (G-7), wie aus dem gestern veröffentlichten Report der Menschenrechtsorganisation hervorgeht.

Zuflucht fanden die meisten Menschen stattdessen im Nahen Osten, Afrika, Asien und der Türkei. Der Amnesty-Report stützt sich auf Daten der Uno und geht von 21 Millionen Flüchtlingen weltweit aus. An der Spitze steht dem Report zufolge Jordanien mit 2,7 Millionen Flüchtlingen. Danach kommt die Türkei mit über zweieinhalb Millionen Flüchtlingen. An dritter Stelle steht Pakistan (1,6 Millionen). Es folgen der Libanon, Iran, Äthiopien, Kenia, Uganda, die Demokratische Republik Kongo und der Tschad.