71 Prozent der Saarländer für große Koalition

71 Prozent der Saarländer für große Koalition

Saarbrücken. Zwei Monate vor der Landtagswahl zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD ab. Wie das TNS-Emnid-Insitut in einer gestern veröffentlichten Repräsentativ-Umfrage im Auftrag von Sat.1 ermittelte, liegen beide Parteien mit je 36 Prozent gleichauf. Die Linke erhielte 15 Prozent. Die Grünen müssten mit fünf Prozent um den Wiedereinzug ins Parlament bangen

Saarbrücken. Zwei Monate vor der Landtagswahl zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD ab. Wie das TNS-Emnid-Insitut in einer gestern veröffentlichten Repräsentativ-Umfrage im Auftrag von Sat.1 ermittelte, liegen beide Parteien mit je 36 Prozent gleichauf. Die Linke erhielte 15 Prozent. Die Grünen müssten mit fünf Prozent um den Wiedereinzug ins Parlament bangen. Piraten und FDP würden mit vier beziehungsweise zwei Prozent an der Sperrklausel scheitern.In dem einen Tag zuvor veröffentlichten ZDF-Politbarometer hatte die SPD mit 38 Prozent vor der CDU (34) gelegen (die SZ berichtete). Nach der Emnid-Studie wäre rechnerisch sowohl eine große Koalition als auch eine rot-rote Koalition ohne die Grünen möglich. Der Umfrage zufolge befürworten 71 Prozent der Wähler die von CDU und SPD angestrebte große Koalition, 28 Prozent plädieren für ein rot-rot-grünes Bündnis. Nach Rot-Rot wurde nicht gefragt. Die Zustimmung zu einer großen Koalition ist unter den CDU-Wählern höher (96 Prozent) als unter den SPD-Anhängern (70 Prozent).

Im Vergleich zur letzten Umfrage vor dem Bruch der Jamaika-Koalition, der Infratest-Umfrage des SR vom November, würden CDU und Linke deutlich zulegen, die damals bei 32 beziehungsweise zwölf Prozent lagen. Die SPD (seinerzeit 35 Prozent) und die Piraten (schon damals rund vier Prozent) blieben in etwa konstant. Liberale (im November bei fünf Prozent) und Grüne (damals acht Prozent) verlören erheblich an Boden.

Bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten läge SPD-Chef Heiko Maas mit 42 Prozent knapp vor Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), die 40 Prozent wählen würden. 92 Prozent der Befragten befürworten die Umsetzung der Schuldenbremse. , Seite A 4: Kolumne nof