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Top-Terrorist Belmokhtar angeblich bei US-Angriff in Libyen getötet

Top-Terrorist Belmokhtar angeblich bei US-Angriff in Libyen getötet

Mokhtar Belmokhtar gehört zu den berüchtigtsten Extremisten weltweit. Jetzt nahm eine US-Kommandoaktion den einäugigen Afghanistan-Veteran ins Visier. Doch wurde der 43-Jährige dabei wirklich getötet?

Bei einem US-Luftangriff in Libyen soll einer der meistgesuchten Top-Terroristen der Welt ums Leben gekommen sein. Flugzeuge der US-Luftwaffe hätten den 43 Jahre alten Extremisten Mokhtar Belmokhtar im Osten des Landes getötet, teilte die international anerkannte libysche Regierung gestern in Tobruk mit. Der Algerier war lange ein wichtiger Anführer der Terrorgruppe Al Qaida im Islamischen Maghreb (AQIM). Belmokhtar steckt hinter zahlreichen Terrorakten und Geiselnahmen in Nordafrika und Mali.

Allerdings legte die libysche Regierung keine Beweise für den Tod des 43-Jährigen vor. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte lediglich, die Kommando-Aktion habe Belmokhtar gegolten. Dieser war in der Vergangenheit mehrfach für tot erklärt worden, tauchte jedoch immer wieder auf. Der Extremist war unter anderem 2013 für ein Geiseldrama in einer Gasförderanlage in Südalgerien verantwortlich. Da mals starben 37 Ausländer und rund 30 Extremisten. Belmokhtar stelle eine ständige Gefahr für US-Bürger dar, teilte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums mit. Die USA hatten ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar (4,4 Millionen Euro) auf ihn ausgesetzt. Die libysche Regierung in Tobruk erklärte, der Angriff sei in Absprache mit ihr erfolgt. Die Aktion sei Teil der internationalen Unterstützung zur Bekämpfung des Terrors im Land.

Der einäugige Al-Qaida-Veteran Belmokhtar war Anführer der Organisation Al-Murabitun. Diese war vor wenigen Jahren aus dem Zusammenschluss zweier nordafrikanischer Dschihadistengruppen hervorgegangen. Belmokhtar soll seine terroristische Aktivitäten zum Teil durch Zigarettenschmuggel finanziert haben. Das brachte ihm den Spitznamen "Mister Marlboro" ein. In Algerien war er 2007 zum Tode verurteilt worden.

Die Nachrichtenseite Libya Herald berichtete, die US-Kommandoaktion habe einer Farm nahe des Ortes Adschdabija gegolten. Insgesamt seien sieben Mitglieder der Terrorgruppe Ansar al-Scharia getötet worden. Augenzeugen hätten von einer gewaltigen Explosion berichtet. In Libyen konkurrieren zwei Regierungen miteinander: Die international anerkannte sitzt in Tobruk, eine von Islamisten dominierte in der Hauptstadt Tripolis .