Nach Brand in Krefelder Zoo: Polizist erschießt verletzten Gorilla

Nach Brand im Krefelder Zoo : Polizist musste verletzten Gorilla erschießen

Eine schwierige Aufgabe für einen Krefelder Beamten: Am Morgen nach dem Feuer im Affenhaus musste ein Polizist einen Gorilla töten. Das Tier hatte die Flammen mit schweren Verletzungen überlebt.

Nach dem Brand im Krefelder Zoo in der Nacht zu Neujahr kam es zu bisher unbekannten, dramatischen Szenen: Ein schwer verletzter Gorilla musste am Morgen einem Polizeibeamten durch mehrere Schüsse aus einer Maschinenpistole getötet werden, da die Tierärztin es nicht schaffte, das Tier einzuschläfern. Dies geht aus einem Bericht des NRW-Innenministeriums hervor. Demnach hatten sich bereits während des Brandes Polizisten mit Maschinenpistolen rund um das Affenhaus postiert, um notfalls verletzte oder panische Tiere zum Schutz der Einsatzkräfte zu stoppen. Dazu kam es nicht.

In der Silvesternacht waren dort mehr als 30 Tiere, darunter mehrere Menschenaffen, bei einem Feuer ums Leben gekommen. Vor dem Tor des Zoos legten viele Menschen Kerzen, Blumen und Briefe ab. Den Ermittlungen zufolge haben drei Frauen mit dem Zünden einer so genannten Himmelslaterne das Feuer verursacht und ungewollt den Brand mit einem Millionenschaden ausgelöst.