Terroranschlag auf Parlament und Führung Polens vereitelt

Warschau. Die polnischen Sicherheitsbehörden haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft einen Terroranschlag auf Präsident, Regierung und Parlament vereitelt. "Ziel des Anschlags war ein Parlamentsgebäude zu einem Zeitpunkt, an dem dort die Regierung und der Präsident waren", sagte Staatsanwalt Mariusz Krason gestern. Ein bereits am 9

Warschau. Die polnischen Sicherheitsbehörden haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft einen Terroranschlag auf Präsident, Regierung und Parlament vereitelt. "Ziel des Anschlags war ein Parlamentsgebäude zu einem Zeitpunkt, an dem dort die Regierung und der Präsident waren", sagte Staatsanwalt Mariusz Krason gestern. Ein bereits am 9. November in Krakau festgenommener Mann habe mit Gesinnungsgenossen den Anschlag vorbereitet. Der Festgenommene habe bereits angedeutet, dass der Anschlag während der Haushaltsdebatte zum Jahresende angepeilt worden sei. Tatmotiv seien Fremdenhass, Antisemitismus und Nationalismus. Ministerpräsident Donald Tusk sprach von einer "neuen und dramatischen Erfahrung". Gleichzeitig forderte er die Politiker des Landes angesichts der immer polemischer geführten Diskussionen in Polen zum Umdenken auf. "Das ist ein Signal an uns alle. Es ist höchste Zeit, auf die Sprache des Hasses und der Aggression zu verzichten", mahnte er.Nach einem Bericht des Senders TVN 24 hatte sich der Terrorverdächtige in seinen Plänen an dem "Oklahoma-Bomber" und dem norwegischen Massenmörder Breivik orientiert. dpa

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