Studie: Israel wird in deutschen Schulbüchern verzerrt dargestellt

Berlin · Der Staat Israel wird nach einer aktuellen Auswertung in deutschen Schulbüchern zumeist fehlerhaft und verzerrt dargestellt. In fast allen Schulbüchern der Fächer Geschichte, Sozialkunde und Geografie werde Israel ausschließlich im Kontext des Nahostkonfliktes dargestellt, sagte der Historiker Dirk Sadowski vom Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung.

"Die Normalität kommt kaum vor", fügte er hinzu. "Israel wird zumeist als Krisenstaat dargestellt", erläuterte der Historiker. Kaum thematisiert werde dagegen der jüdische Staat als multikulturelles Einwanderungsland, als erfolgreiche Demokratie, als Rechtsstaat oder die israelische Gesellschaft. Auch das deutsch-israelische Verhältnis spiele kaum eine Rolle. Im Nahost-Konfikt selbst gebe es häufig eine Engführung auf die israelisch-palästinensischen Auseinandersetzungen.

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