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Studie: Fast 78 800 Saarländer profitieren von Mindestlohn

Laut einer Studie : Fast 78 800 Saarländer erhalten erhöhten Mindestlohn - Wer besonders davon profitiert

Ab 1. Oktober steigt der Mindestlohn in Deutschland auf 12 Euro. Das betrifft auch viele Saarländer - und diese Gruppen ganz besonders.

Von der Erhöhung des Mindestlohns an diesem Samstag (1. Oktober) werden im Saarland laut einer Studie fast 78 800 Menschen und damit mehr als jeder sechste Beschäftigte profitieren.

So viele Deutsche sind von der Steigerung des Mindestlohns betroffen

Deutschlandweit werde rechnerisch 6,64 Millionen Menschen von der Lohnerhöhung profitieren. So viele Menschen verdienten zurzeit weniger als zwölf Euro pro Stunde, wie der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB in Mainz am Dienstag die Berechnungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung mitteilte.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der sich stets für den Mindestlohn und seine Erhöhung stark gemacht hatte, wertete die Erhöhung als „einen Lichtblick in diesen schwierigen Zeiten“, wie DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell mit Blick auf die Energiepreiskrise sagte.

Unter denjenigen, die jetzt deutschlandweit von der Erhöhung profitieren, sind laut WSI 2,55 Millionen vollzeitbeschäftigt. Bundesweit erhält derzeit der Studie zufolge knapp jeder zehnte Vollzeitbeschäftigte weniger als 12 Euro pro Stunde. Unter Teilzeitbeschäftigten sind es demnach 20,1 Prozent, unter Minijobbern sogar 80 Prozent.

Vor allem Frauen und geringfügig Beschäftigten profitieren vom Mindestlohn

Danach helfe die neue Lohnuntergrenze vor allem Frauen und geringfügig Beschäftigten. Besonders betroffen seien das Gastgewerbe, Lieferdienste und der Einzelhandel. Quer durch alle Branchen erhalten laut DGB jedoch nach wie vor viele den gesetzlichen Mindestlohn nicht. Nötig seien daher mehr Kontrollen.

(dpa)