Strafanzeige gegen Holocaust-Leugner Williamson in Planung

Rom/Buenos Aires. Papst Benedikt XVI. sorgt sich offenbar wegen der Affäre um den Holocaust-Leugner Richard Williamson um das Ansehen der Kirche. Beim Angelus-Gebet in Rom äußerte Benedikt gestern auf Deutsch den Wunsch, "dass Verwirrung und Stürme die Kirche nicht erschüttern" mögen

Rom/Buenos Aires. Papst Benedikt XVI. sorgt sich offenbar wegen der Affäre um den Holocaust-Leugner Richard Williamson um das Ansehen der Kirche. Beim Angelus-Gebet in Rom äußerte Benedikt gestern auf Deutsch den Wunsch, "dass Verwirrung und Stürme die Kirche nicht erschüttern" mögen. Unterdessen wurde bekannt, dass Williamson der Ausreise-Anordnung der argentinischen Regierung innerhalb der gesetzten Frist nachkommen werde. Das berichtete die Zeitung "La Nación" unter Berufung auf den Leiter der erzkonservativen Pius-Bruderschaft für Südamerika, Christian Bouchacourt. In welches Land der 68-jährige Bischof ausreise, werde von den Autoritäten der Bruderschaft in Europa entschieden, deutete Bouchacourt an. In Frankreich will die Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus (LICRA) in den nächsten Tagen Anzeige gegen Williamson erstatten. Dort steht die Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit seit 1990 als spezifischer Tatbestand unter Strafe. Holocaust-Leugnern droht bis zu einem Jahr Haft. dpa

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