"Spiegel": Geheimdienst wusste von Überfällen des Terrortrios

"Spiegel": Geheimdienst wusste von Überfällen des Terrortrios

Berlin/Erfurt. Der Verfassungsschutz hat dem "Spiegel" zufolge schon vor mehr als zehn Jahren von kriminellen Aktionen des Zwickauer Terrortrios zur Geldbeschaffung gewusst. Das Magazin beruft sich auf einen Untersuchungsbericht des Bundesamts für Verfassungsschutz

Berlin/Erfurt. Der Verfassungsschutz hat dem "Spiegel" zufolge schon vor mehr als zehn Jahren von kriminellen Aktionen des Zwickauer Terrortrios zur Geldbeschaffung gewusst. Das Magazin beruft sich auf einen Untersuchungsbericht des Bundesamts für Verfassungsschutz. Demnach hat ein V-Mann 2001 berichtet, dass NPD-Mitglied Ralf Wohlleben Geldspenden an die abgetauchten Neonazis als unnötig ablehne, weil die drei "schon so viele Sachen/Aktionen gemacht hätten". Wohlleben sitzt als mutmaßlicher Unterstützer des Trios in Untersuchungshaft. Er soll der Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) Waffen und Munition verschafft haben. Laut "Spiegel" listet der Bericht zudem die diversen Orte auf, an denen Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sowie deren mutmaßliche Unterstützer um die Jahrtausendwende gesichtet und beobachtet worden sein sollen, ohne dass die Ermittler zugegriffen haben. dpa

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