SPD-Hoch ermöglicht Rot-Rot im Saarland

SPD-Hoch ermöglicht Rot-Rot im Saarland

Eine Umfrage zur Landtagswahl sieht die CDU nur knapp vor der SPD. Weil Grüne und FDP schwächeln, könnte es für Rot-Rot reichen.

Der bundesweite Aufschwung der SPD macht einer neuen Umfrage zufolge im Saarland erstmals in diesem Wahlkampf ein Bündnis aus SPD und Linken möglich. Zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl ermittelte das Meinungsforschungsinstitut Insa in einer Repräsentativ-Umfrage im Auftrag der "Bild"-Zeitung für die CDU 36 Prozent, für die SPD 33, für die Linke 12, für die AfD 7 und für Grüne und FDP jeweils 4. Damit hätte Rot-Rot im Landtag eine knappe Mehrheit. Falls die Grünen und/oder die FDP es doch in den Landtag schaffen, würde es für Rot-Rot aber nicht mehr reichen.

Die CDU legt gegenüber der Insa-Umfrage von Anfang Januar einen Prozentpunkt zu, die SPD neun Punkte. Die Linke büßt gegenüber Januar vier Punkte ein, die AfD drei, Grüne zwei und FDP einen. Bis zur Wahl werden noch weitere Umfragen erwartet, unter anderem von ARD und ZDF.

Insa-Chef Hermann Binkert sagte, Kanzlerkandidat Martin Schulz stärke offensichtlich die SPD, Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer die CDU. 76 Prozent der befragten Wahlberechtigten stimmten in der Umfrage der Aussage, dass Kramp-Karrenbauer eine gute Arbeit für das Saarland gemacht habe, entweder "voll und ganz" oder "eher" zu. Kramp-Karrenbauer verwies gestern darauf, dass die CDU gegen den Bundestrend zugelegt habe. "Für die Saarländer ist nunmehr klar: Wer will, dass eine Regierung der Mitte unter meiner Führung als Ministerpräsidentin die Zukunft des Landes gestaltet, der muss CDU wählen."

SPD-Generalsekretärin Petra Berg teilte mit, die neue Umfrage gebe der Saar-SPD Rückenwind und zeige, dass die Partei mit Anke Rehlinger im Land und Martin Schulz im Bund die richtigen Kandidaten habe. Die gute Arbeit der Saar-SPD in den vergangenen Jahren werde honoriert. Die künftige Regierungskonstellation werde sich an den inhaltlichen Schnittmengen zeigen. Erfreut zeigte sich Berg über die Verluste der AfD.