Spanien steht vor Neuwahl nach gescheiterten Koalitionsgesprächen

Madrid · In Spanien ist ein letzter Anlauf zur Bildung einer Regierungskoalition nach Angaben der Sozialistischen Partei (PSOE ) gescheitert. Damit seien Neuwahlen unvermeidlich, erklärte PSOE-Chef Pedro Sánchez gestern Abend.

Hauptverantwortlich dafür sei die linksgerichtete Partei Podemos. Die kleine Regionalbewegung Compromís hatte am Morgen überraschend der PSOE und anderen linken Parteien einen Koalitionsvorschlag vorgelegt, um Neuwahlen in letzter Minute zu verhindern. Compromís strebte die Beteiligung von Podemos und Izquierda Unida an der neuen Regierung an. Mit Duldung der liberalen Zentrumspartei Ciudadanos sollte Sánchez zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Podemos erklärte jedoch, keine Minderheitsregierung unter Führung der PSOE zu akzeptieren. König Felipe VI. leitete am Abend die Auflösung des Parlaments ein.

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