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Sozialkosten bringen deutsche Kommunen in Finanznot

Sozialkosten bringen deutsche Kommunen in Finanznot

Trotz florierender Konjunktur sind die Sozialausgaben der deutschen Kommunen auf den neuen Rekordwert von 78 Milliarden Euro gestiegen. Nach einer gestern vorgestellten Studie der Bertelsmann-Stiftung kletterten die Kosten etwa für Langzeitarbeitslose, Kinder und Behinderte damit binnen zehn Jahren um mehr als 50 Prozent.

Die Autoren schlagen unter anderem vor, der Bund solle Kommunen mit hohen Wohnkosten für Hartz-IV-Empfänger mehr unterstützen als bislang; bisher erstattet Berlin ein Drittel der Kosten. Dieser Forderung schloss sich Peter Gillo (SPD ), Direktor des Regionalverbands Saarbrücken, an. Im laufenden Haushaltsjahr schlagen nach seinen Angaben allein die Wohnungskosten für Hartz-IV-Empfänger im Regionalverband mit 82 Millionen Euro zu Buche. >