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Soldat schweigt zu Terror-Vorwürfen

Soldat schweigt zu Terror-Vorwürfen

(epd/dpa) Der wegen Terrorverdachts festgenommene Bundeswehrsoldat äußert sich bisher nicht zu den Vorwürfen. Das teilte die Staatsanwaltschaft gestern mit. Der Fall des Offiziers, der mehr als ein Jahr lang ein Doppelleben als syrischer Flüchtling führte, hat eine Sicherheitsdebatte ausgelöst. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) verlangte die nachträgliche Überprüfung von Asylbescheiden, wenn die Identität der Betroffenen nicht eindeutig festgestellt wurde. Das Innenministerium widersprach dieser Forderung, räumte aber Fehler ein. Wie ein Sprecher bestätigte, hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge dem Soldaten Schutz gewährt. "Diese Entscheidung war falsch", sagte er. Gemeinsam mit dem Bundesamt werde man nun "jeden Stein umdrehen". Die SPD wirft den zuständigen CDU-Ministern Versagen vor. "Herr de Maizière und Frau von der Leyen haben ihre Läden nicht im Griff. Diese Minister sind ein Sicherheitsrisiko für Deutschland", sagte Generalsekretärin Katarina Barley.

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