Siebenpfeiffer-Preis für Greenwald

Siebenpfeiffer-Preis für Greenwald

Der Homburger „Siebenpfeiffer-Preis 2015“ geht an den amerikanischen Journalisten Glenn Greenwald. Er arbeitet eng mit Edward Snowden zusammen. Die Laudatio wird Vize-Kanzler Sigmar Gabriel (SPD) halten.

Der US-Journalist und Autor Glenn Greenwald wird mit dem "Siebenpfeiffer-Preis 2015" ausgezeichnet. Die Siebenpfeiffer-Stiftung in Homburg würdigt damit das herausragende Engagement eines Journalisten , der sich in vorbildlicher Weise um Pressefreiheit , demokratische Transparenz und politische Willensbildung verdient gemacht hat. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis wird am 15. März 2015 in Homburg verliehen, teilte die Stiftung mit. Dabei ist es der Stiftung gelungen, den Vize-Kanzler, SPD-Vorsitzenden und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel als Laudator zu gewinnen, der damit zweifellos auch ein Signal Richtung Washington und London sendet.

Greenwald wurde im Zusammenhang mit dem NSA-Skandal bekannt. Der Journalist habe maßgeblich dazu beigetragen, dass die Informationen Edward Snowdens über die massenhafte Ausspähung der Bevölkerung durch Geheimdienste weltweit veröffentlicht werden konnten, so die Stiftung. Greenwald ist wie Snowden amerikanischer Staatsbürger und lebt in Brasilien.

Mit dem in der Regel alle zwei Jahre vergebenen Preis werden seit 1989 Journalisten ausgezeichnet, die sich in der Tradition des Vorkämpfers für Pressefreiheit in Deutschland, Philipp Jakob Siebenpfeiffer, "für die freiheitlichen Grundrechte und die demokratischen Grundwerte in herausragender Weise engagieren und damit gesellschaftspolitische Verantwortung übernehmen". Bisherige Preisträger waren unter anderem Ralph Giordano , Carola Stern, Heribert Prantl , Peter Scholl-Latour und Günter Wallraff .