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Schwule und Lesben werden in Europa weiter diskriminiert

Schwule und Lesben werden in Europa weiter diskriminiert

Zwei Drittel der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender in Europa halten aus Angst vor negativen Konsequenzen mit ihrer sexuellen Orientierung hinterm Berg. „Angst, Isolation und Diskriminierung sind ein alltägliches Phänomen“, heißt es in einer Studie der EU-Grundrechteagentur.

Etwa ein Viertel der insgesamt rund 93 000 Befragten gab an, in den vergangenen fünf Jahren tätlich angegriffen oder bedroht worden zu sein. Etwa jeder Zweite wurde im vergangenen Jahr Opfer von Diskriminierung und Beleidigungen. EU-Justizkommissarin Viviane Reding verurteilte die Gewalt gegen sexuelle Minderheiten scharf. "Diskriminierung und Gewalt gegen Homosexuelle ist eine Verletzung der Menschenwürde und unvereinbar mit den europäischen Grundwerten", erklärte sie gestern.

In Frankreich kann derweil das höchst umstrittene Gesetz zur Legalisierung der Homo-Ehe wie geplant in Kraft treten. Der Verfassungsrat in Paris wies gestern alle Einsprüche der konservativen Opposition zurück.