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Schwere Unruhen in Tunesien – Ausgangssperre

Schwere Unruhen in Tunesien – Ausgangssperre

Nach den schlimmsten sozialen Unruhen in Tunesien seit Ausbruch der arabischen Aufstände vor fünf Jahren hat die Regierung eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die teilweise gewaltsamen Proteste gegen die schlechte wirtschaftliche Lage und hohe Arbeitslosigkeit hatten sich in der Nacht zum Freitag auf mehrere Regionen des nordafrikanischen Landes ausgedehnt.

Demonstranten griffen in Tunis und anderenorts Posten der Polizei an und setzten deren Wagen in Brand, wie Sicherheitskreise meldeten. Ministerpräsident Habib Essid erklärte, die Lage sei unter Kontrolle. Im Sender France24 sagte der Regierungschef: "Wir haben keinen Zauberstab, um allen gleichzeitig einen Arbeitsplatz zu geben." Die wichtigsten Maßnahmen seien getroffen worden. Medien berichteten gestern, in einem ärmeren Viertel von Tunis seien Läden und Banken geplündert worden.