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Saarländer stärken CDU, die SPD hinkt weiter hinterher

Saarländer stärken CDU, die SPD hinkt weiter hinterher

Zwei Jahre vor der Landtagswahl baut die CDU ihre Position als stärkste Partei vor der SPD aus. Das zeigt eine aktuelle SR-Umfrage. Die Linke verliert demnach weiter. Die AfD müsste zulegen, um in den Landtag zu kommen.

Die große Koalition im Saarland erfreut sich weiterhin großer Zustimmung der Wähler. Doch wie im Bund, so im Land: Am meisten profitiert die Partei der Regierungschefin. Wäre am Sonntag Landtagswahl, würden 40 Prozent der Wähler im Saarland der CDU von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Stimme geben. Die SPD ihrer Stellvertreterin Anke Rehlinger erhielte 33 Prozent. Das zeigt die gestern veröffentlichte "Saarland-Trend"-Umfrage von Infratest-Dimap für den SR. Die Union gewann demnach gegenüber der Landtagswahl 2012 fast fünf Prozentpunkte und gegenüber dem "Saarland-Trend" vom Mai 2014 drei Punkte hinzu - auf den besten Wert seit acht Jahren. Der SPD geben die Wähler rund zwei Punkte mehr als 2012 (minus eins gegenüber dem "Trend" von 2014).

Obwohl sie ihre Position als stärkste Partei ausbaut, bliebe der CDU als politische Alternative zur großen Koalition derzeit nur Schwarz-Grün. Daneben könnte auch Rot-Rot-Grün mit einer Mehrheit im Landtag rechnen - trotz des Abwärtstrends der Linken (jetzt zehn Prozent nach 16,1 bei der Wahl und 13 beim "Trend" 2014). Denn die Grünen wären mit sechs Prozent im Landtag. Die AfD würde mit vier Prozent scheitern. Die Piraten, mit 7,4 Prozent die Überraschung von 2012, würden mit einem Prozent zur Splittergruppe.

CDU-Fraktionschef Klaus Meiser bewertete die Ergebnisse gestern als Beleg der "guten Arbeit der Landesregierung" und der "breiten Zustimmung" für Kramp-Karrenbauer. SPD-Generalsekretärin Petra Berg betonte, ihre Partei liege hierzulande "deutlich und stabil über dem Bundestrend". Linke-Chefin Astrid Schramm sagte, das Ergebnis lasse "Luft nach oben". Grünen-Landeschef Hubert Ulrich sprach von einer ,,erfreulichen Umfrage"- auch weil sie seiner Partei zwei Regierungsoptionen eröffne. Die Piraten waren zuversichtlich, mit guter Programmarbeit 2017 in den Landtag zu kommen.