Saarbob hält junge Fahrer im Saarland vom Alkohol ab

Saarbob hält junge Fahrer im Saarland vom Alkohol ab

Ende 2009 ist die Aktion Saarbob gestartet, die junge Partygänger dazu ermuntert, sich nur nüchtern ans Steuer zu setzen. Und die Alkoholunfälle gehen bei jüngeren Autofahrern tatsächlich leicht zurück.

332 Saarländer sind 2014 bei Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss verunglückt, sieben davon tödlich, 87 wurden schwer verletzt. Das Risiko, bei einem Unfall zu sterben oder verletzt zu werden, ist bei jungen Fahrern zwischen 18 und 24 am höchsten. In dieser Altersgruppe ist Alkohol als Unfallursache außerdem überdurchschnittlich hoch.

An dieser Stelle setzt die Aktion Saarbob an, die Ende 2009 im Saarland etabliert wurde und junge Fahrer dazu anhalten möchte, beim Partymachen auf das Bier zu verzichten und sich vielleicht mit Cola zu begnügen. Der in der Feiergruppe auserkorene Fahrer kann sich zum Beispiel auf allen saarländischen Polizeidienststellen einen Bob-Schlüsselanhänger besorgen und bekommt beim Vorzeigen desselben in den bei der Aktion beteiligten Kneipen und Discos ein alkoholfreies Freigetränk. Rund 300 Gaststätten machen bereits mit.

Die Aktion, die ursprünglich aus Belgien stammt, entwickelt sich im Saarland immer weiter: In jedem Landkreis gibt es bereits entsprechende Initiativen, das Landesinstitut für präventives Handeln (LPH), das Saarbob betreut, will die Zusammenarbeit mit den Kommunen noch stärker ausbauen, erklärt Aline Hollenbach vom LPH der SZ. "Auf der Straße sehe ich viele junge Leute mit dem Bob-Schlüsselanhänger", sagt sie und ist optimistisch, dass die Aktion gut angenommen wird.

Und sie scheint auch zu fruchten: Haben 2010 noch 184 alkoholisierte Personen zwischen 18 und 24 Jahren Unfälle verursacht, waren es 2014 nur 150.

www.saar-bob.de

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