"Richtiger Kandidat zur richtigen Zeit am richtigen Platz"

"Richtiger Kandidat zur richtigen Zeit am richtigen Platz"

Saarbrücken. Der Vorsitzende der saarländischen SPD, Heiko Maas, hat mit Erleichterung auf die Kanzlerkandidaten-Kür seiner Partei reagiert. "Ich bin froh dass die Frage endlich entschieden ist", sagte Maas der SZ. Mit Peer Steinbrück habe die SPD die Chance, eine rot-grüne Mehrheit zu erzielen und erstmals seit 2005 wieder den Kanzler zu stellen

Saarbrücken. Der Vorsitzende der saarländischen SPD, Heiko Maas, hat mit Erleichterung auf die Kanzlerkandidaten-Kür seiner Partei reagiert. "Ich bin froh dass die Frage endlich entschieden ist", sagte Maas der SZ. Mit Peer Steinbrück habe die SPD die Chance, eine rot-grüne Mehrheit zu erzielen und erstmals seit 2005 wieder den Kanzler zu stellen. "Wenn die SPD Bundestagswahlen gewinnen will, braucht sie Kandidaten, die über das Spektrum der SPD hinaus Wähler gewinnen können. Das ist bei Peer Steinbrück der Fall", sagte Maas. Der saarländische Wirtschaftsminister trat zugleich Befürchtungen entgegen, Steinbrück könne vom linken Flügel der Partei nicht akzeptiert werden. Er verwies darauf, dass Steinbrücks Vorstellungen etwa bei der Finanzmarkt-Regulierung "SPD pur" seien. "Er ist der richtige Kandidat am richtigen Platz zur richtigen Zeit."Der DGB-Landeschef und SPD-Vize Eugen Roth sagte, er traue Steinbrück den Sieg bei der Bundestagswahl zu. "Mit seiner Eloquenz und seiner Art und Weise, wie er auftritt, ist er mit Sicherheit für Angela Merkel ein echtes Problem. Ich hoffe nur, dass er danach für die eigene Partei keines wird", sagte Roth - eine Anspielung auf die sozialpolitischen Positionen des Kanzlerkandidaten, mit denen die Gewerkschaften, aber auch die eher linke Saar-SPD in der Vergangenheit öfter gehadert hatten. In der Finanzkrise sei er jedoch "der einzige Spitzenpolitiker, der richtig durchblickt", so Roth. Emotional stehe er Steinbrück eher distanziert gegenüber. Roth erinnerte an Steinbrücks Auftritt beim Juso-Bundeskongress 2006 in Saarbrücken. Der damalige Finanzminister eröffnete seine Rede mit den Worten, das nächste Mal solle man doch einen zentraleren Ort in Deutschland wählen. Für seinen Auftritt erntete er damals Buh-Rufe. kir