Regime-Gegner in der Ukraine rüsten sich für neue Proteste

Regime-Gegner in der Ukraine rüsten sich für neue Proteste

Nach den bisher blutigsten Straßenschlachten in Kiew haben sich Hunderte radikale Regierungsgegner für neue Gewalt gegen die russlandtreue Führung gerüstet. Mit Gasmasken vermummte prowestliche Oppositionelle bewaffneten sich gestern mit Holzknüppeln und warfen Steine auf Mitglieder der berüchtigten Polizeieinheit Berkut.

Medien berichteten von rund 3000 Gewaltbereiten nahe dem Regierungsviertel im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt. Die Justiz stufte die Auseinandersetzungen als "Staatsstreich" ein. Bundesregierung, EU und USA zeigten sich besorgt. Oppositionspolitiker Vitali Klitschko rief indes alle Ukrainer auf, sich den friedlichen Protesten anzuschließen. "Ihr werdet hier gebraucht, damit die Ukraine gewinnt und nicht Janukowitsch", sagte der Gegner des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch.

Die Führung um Janukowitsch bildete eine Kommission für einen Ausweg aus der Krise. Die Kommission solle Vertreter aus Regierung und Opposition umfassen, sagte Klitschko. Janukowitsch selbst wollte aber nicht an einem Treffen mit der Opposition teilnehmen.

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