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Der Berliner „Tagesspiegel“ schreibt zu den Vorwürfen der Justizbehinderung durch US-Präsident Trump:

Der Berliner „Tagesspiegel“ schreibt zu den Vorwürfen der Justizbehinderung durch US-Präsident Trump:

Bisher ist kein schlagender Beweis bekannt, dass Trump in Wahlmanipulation verwickelt war. Aber sein Versuch, die Ermittlungen zu behindern, kann als Straftat bewertet werden. Ob es so kommt, hängt freilich davon ab, wie sich Personen verhalten, die offiziell mit Trump verbunden sind. Was erfährt Sonderermittler Mueller hinter verschlossenen Türen noch? Und was tun die Republikaner im Kongress? Sie entscheiden, ob die Mehrheit für ein Impeachment zustande kommt.

Das „Handelsblatt“ aus Düsseldorf meint zum selben Thema:

Eigentlich müsste Trump großes Interesse an einer raschen Aufklärung haben. Stattdessen aber schlägt der US-Präsident um sich. Mit der ungestümen Einmischung hat er die Ausweitung der Ermittlungen geradezu erzwungen. Die wichtigste Frage im Russland-Komplex hat sich inzwischen vom Verdacht der Verschwörung mit russischen Agenten gelöst. Sie lautet: Gab es im Weißen Haus Versuche, die Arbeit der Justizbehörden zu behindern? In den windigen Aktionen des Präsidenten nicht Justizbehinderung, sondern die entschuldbare Sturm-und-Drang-Phase eines politischen Neulings zu sehen, erfordert gewaltige Naivität.

Die „Hannoversche Allgemeine“ kommentiert die Hilfen für Athen:

In Wahrheit weiß jeder, der rechnen kann, dass Griechenland seine Schulden nie in voller Höhe wird zurückzahlen können. Und dass das Land einen Schuldenschnitt braucht, wenn es irgendwann wieder auf die Beine kommen will. Die Diskussion darüber scheuen Schäuble und Merkel wie der Teufel das Weihwasser. Sie müssten ihren Wählern ja sagen, dass es nun Geld kosten wird. Sie müssten ihre widerspenstige Unionsfraktion auf Linie bringen. Und den bayerischen Ministerpräsidenten gleich mit. Dafür fehlt beiden erkennbar der Mut, erst recht im Wahljahr.

Die „Frankfurter Rundschau“ schreibt zur für heute geplanten Anti-Terror-Demo in Köln:

Das Spannende am Friedensmarsch ist die islaminterne Debatte um ihn. Die Absagen des Islamrats und vor allem von Ditib zeigen, wie viel in Bewegung ist in der muslimischen Gemeinschaft, und zwar in der richtigen Richtung. Das Lager der liberalen Muslime, aus dem die Initiatoren des Marsches kommen, wird selbstbewusster. Die großen konservativen Verbände geraten in die Defensive und reagieren hilflos mit Verweigerung. Der Druck auf sie steigt, sich zu modernisieren und der Kontroverse um das Selbstverständnis des Islam zu stellen.