Polizei befragte mehr als 3400 Zeugen

Duisburg · "Raum der Tränen" wird das Kämmerlein im Landgericht Duisburg genannt, das wohl mal eine Teeküche war. Jetzt steht dort ein Großteil der Akten zur Loveparade-Katastrophe und füllt viele Regalmeter.

Das Gericht unterscheidet zwischen der sogenannten Hauptakte, die die wesentlichen Fakten enthält, und weiteren Akten. Die Hauptakte im Loveparade-Verfahren hat fast 47 000 Blatt. Sie füllen 99 Ordner. Bei einer immer noch möglichen Gerichtsverhandlung würden diese immer in Griffweite der Richter stehen. Für die weiteren Unterlagen sind mehr als 800 Ordner nötig. Viele Stunden Videos von Überwachungskameras und Handys kommen hinzu: Die elektronischen Gerichtsakten umfassen mittlerweile fast zehn Terabyte.

Mehr als 100 Menschen waren an den Ermittlungen beteiligt, sie dauerten gut dreieinhalb Jahre. 96 Beamte des Polizeipräsidiums vernahmen 3409 Zeugen und sichteten Videomaterial in einer Gesamtlänge von 963 Stunden. Fünf Staatsanwälte und ein Abteilungsleiter waren mit dem Fall befasst.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort