Politisch, aber …

Meinung:Politisch, aber …

Von SZ-RedakteurUlrich Brenner

Diese Shell-Jugendstudie lässt hoffen. Sie bestätigt den Trend vergangener Jahre: Die Jugendlichen in Deutschland mögen nach Meinung vieler Eltern viel zu oft und zu lange auf ihr Smartphone starren. Aber das allein ist kein Zeichen für gesellschaftliches Desinteresse. Offenbar ist sogar das Gegenteil richtig. Die jungen Leute nehmen an den politischen Vorgängen Anteil, sie sind auch bereit, sich einzubringen. Und sie haben eine Haltung, mit der man Staat machen kann - auch angesichts von Herausforderungen wie der aktuellen Flüchtlingskrise. Denn dafür braucht es Zukunftsoptimismus und Offenheit. Eines sollte die Politik aber nicht ruhen lassen: Dieser Staat braucht nicht nur Haltung, sondern auch Leute, die sich mehr als nur punktuell engagieren, sondern ihn dauerhaft organisieren - demokratisch. Das Desinteresse junger Leute an Parteien ist daher bedenklich.

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