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PC-Spielemesse "gamescom": 200 000 Besucher erwartet

PC-Spielemesse "gamescom": 200 000 Besucher erwartet

Köln. (dpa) Zur neuen Computerspielemesse "gamescom" in Köln erwarten die Veranstalter im August mehr als 200 000 Besucher. "Ich gehe fest davon aus, dass wir die Leipziger Zahl übertreffen werden", sagte der Geschäftsführer der Kölner Messegesellschaft, Oliver Kuhrt

Köln. (dpa) Zur neuen Computerspielemesse "gamescom" in Köln erwarten die Veranstalter im August mehr als 200 000 Besucher. "Ich gehe fest davon aus, dass wir die Leipziger Zahl übertreffen werden", sagte der Geschäftsführer der Kölner Messegesellschaft, Oliver Kuhrt. Die "gamescom" hatte bislang unter dem Namen "Games Convention" als europäische Leitmesse in Leipzig stattgefunden und dort zuletzt 203 000 Gäste angezogen. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) hatte 2008 den Umzug nach Köln beschlossen, weil er dort bessere Perspektiven für die Messe sieht.

Mehr als 300 Aussteller

Für die "gamescom" vom 19. bis 23. August hätten sich bisher mehr als 300 Aussteller angemeldet, sagte Kuhrt. Darunter seien "alle maßgeblichen Unternehmen". 40 Prozent der Firmen kämen aus dem Ausland. Eine Prognose, wie viele Aussteller noch dazukommen, wollte er nicht abgeben. Zahlreiche Firmen wollten auf der "gamescom"-Welt- und Europapremieren von Computerspielen präsentieren.

Die deutsche Computerspielebranche hat nach BIU-Angaben 2008 im Vergleich mit 2007 ihren Umsatz um 14 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro gesteigert. Mehr als 55 Millionen Computerspiele wurden verkauft. Größte Wachstumstreiber waren Spielekonsolen. Trotz der Wirtschaftskrise geht der Verband auch für 2009 von einem Umsatzplus aus und erwartet "ein gesundes Wachstum" zwischen 3 und 5 Prozent.

"Im Fokus der Veranstaltung stehen Spiele zum Mitmachen", sagte BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters. An vielen Plätzen auf dem Gelände und in den Hallen könnten die Besucher "zocken" und neue Spiele testen. "Die Zielgruppe für Computerspiele verändert sich", sagte Wolters. "Sie wird deutlich älter, und es gibt immer mehr weibliche Spieler."

Die "gamescom" solle verstärkt Familien ansprechen. Ein großes Thema soll auch der Jugendschutz sein. Seminare und Workshops für Jugendliche, Eltern und Lehrer beschäftigen sich mit Medienkompetenz.