Parteien erhalten deutlich weniger Großspenden als vor Wahl 2009

Parteien erhalten deutlich weniger Großspenden als vor Wahl 2009

Die Parteien erhalten im aktuellen Wahlkampf deutlich weniger Großspenden als noch vor vier Jahren. Während die Gesamtsumme im laufenden Jahr 2013 knapp 1,3 Millionen Euro beträgt, waren es nach Angaben des Bundestages im selben Zeitraum 2009 noch annähernd vier Millionen Euro.

Keine Partei kassiert bislang so viele Großspenden wie die CDU. Die Partei von Kanzlerin Angela Merkel erhielt im gesamten ersten Halbjahr 2013 insgesamt 600 000 Euro - fast so viel wie alle anderen Parteien einschließlich der CDU-Schwesterpartei CSU zusammen. Dies geht aus eine Auflistung des Bundestags im Internet hervor.

Letzter Großspender der CDU war Ende Juli der Verband der Chemischen Industrie mit 100 000 Euro, davor drei Privatleute, die Berenberg Bank und die Daimler AG. Die zweithöchsten Großspenden empfing im ersten Halbjahr die SPD. Sie bekam gut 287 000 Euro von Daimler, BMW und einer Privatspenderin. Die FDP erhielt gut 129 000 Euro vom Verband der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie und BMW. Die CSU erhielt im März eine Großspende über knapp 144 000 Euro von BMW. Für die Grünen und die Linken führt das Verzeichnis des Bundestages im Jahr 2013 keine Großspenden auf.