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Pakistan geht gegen Terrorverdächtige vor und warnt vor Krieg

Pakistan geht gegen Terrorverdächtige vor und warnt vor Krieg

Islamabad. Die pakistanische Regierung ist knapp zwei Wochen nach der Terrorserie von Bombay unter massivem Druck der USA und Indiens gegen Terrorverdächtige vorgegangen. Zugleich warnte die Regierung in Islamabad die benachbarte Atommacht Indien gestern vor einem Krieg

Islamabad. Die pakistanische Regierung ist knapp zwei Wochen nach der Terrorserie von Bombay unter massivem Druck der USA und Indiens gegen Terrorverdächtige vorgegangen. Zugleich warnte die Regierung in Islamabad die benachbarte Atommacht Indien gestern vor einem Krieg. "Wir wollen keinen Krieg, aber wenn Krieg gegen uns geführt wird, sind wir darauf vorbereitet", sagte Außenminister Shah Mahmood Qureshi (Foto: dpa). "Unser Wunsch nach Frieden sollte nicht als Schwäche verstanden werden." Die pakistanische Regierung bestätigte gestern die Festnahme eines Verdächtigen der Terrorangriffe von Bombay und teilte mit, ein weiterer islamistischer Terrorverdächtiger sei gefasst worden. Verteidigungsminister Choudhry Mukhtar Ahmed sagte, Sicherheitskräfte hätten Zaki-ur-Rehman Lakhwi und Masood Azhar "aufgegriffen".

Indien hält Lakhwi, der nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen der Chef der Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba ist, für einen der Drahtzieher der Angriffe von Bombay mit 170 Toten. Azhar ist Chef der Terrorgruppe Jaish-e-Mohammad. Ahmed sagte, wahrscheinlich werde Pakistan indischen Behörden erlauben, Lakhwi und Azhar zu verhören. dpa