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Österreichischer Islamist wollte angeblich Reichstag attackieren

Österreichischer Islamist wollte angeblich Reichstag attackieren

Wien/Berlin. Angebliche Anschlagspläne gegen den Berliner Reichstag haben am Wochenende erneut für Aufregung gesorgt. Ein in Österreich festgenommener Islamist soll eine Flugzeug-Attacke gegen das deutsche Parlament geplant und schon monatelang am Flugsimulator dafür geübt haben, wie die österreichische "Kronen-Zeitung" am Wochenende meldete

Wien/Berlin. Angebliche Anschlagspläne gegen den Berliner Reichstag haben am Wochenende erneut für Aufregung gesorgt. Ein in Österreich festgenommener Islamist soll eine Flugzeug-Attacke gegen das deutsche Parlament geplant und schon monatelang am Flugsimulator dafür geübt haben, wie die österreichische "Kronen-Zeitung" am Wochenende meldete. Die Bundesanwaltschaft hat allerdings nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse über konkrete Anschlagspläne in Deutschland.Die Zeitung hatte gemeldet, der 25-jährige, zum Islam konvertierte Österreicher Thomas Al J. habe einen Passagierjet in den Reichstag steuern wollen. Bei einer Kommandoaktion sei der Mann am Mittwoch in Wien verhaftet worden. Auch drei Komplizen seien festgenommen, aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft sagte: "Es gibt keinerlei Anhaltspunkte für konkrete Vorbereitungen eines Anschlags in Deutschland." Zwar laufe gegen die Gruppe auch in Deutschland ein eigenständiges Ermittlungsverfahren. Doch laute der Vorwurf nur auf "finanzielle Unterstützung des gewaltsamen Dschihad.

Schon im November war bekannt geworden, dass der Reichstag als mögliches Anschlagsziel für islamistische Terroristen gilt. Damals soll es detaillierte Informationen über Anschlagspläne einer Terrorzelle gegeben haben.

In einem anderen Fall gab es von der Bundesanwaltschaft eine Bestätigung: Auf Veranlassung deutscher Behörden sei in Österreich bereits am 31. Mai ein mutmaßlicher Islamist aus Berlin gefasst worden. Dem Mann werde Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorgruppe vorgeworfen. Zwischen beiden Fällen gebe es aber "keine strafrechtlich relevanten Zusammenhänge". dapd