Obama: Atom-Deal „einmalige Chance“

Washington · US-Präsident Barack Obama hat die Atom-Vereinbarung mit dem Iran "als einmalige Chance im Leben" gegen massive Kritik aus Israel verteidigt. In einem Interview der "New York Times" äußerte Obama Verständnis für Israels Sorge um die eigene Sicherheit.

Er betonte aber, dass es keine bessere Option gebe, den Iran am Besitz einer Atomwaffe zu hindern.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuvor angekündigt, er wolle ein seiner Meinung nach "sehr, sehr schlechtes Abkommen" torpedieren. Netanjahu nannte die jüngste Grundsatzvereinbarung des Irans mit den UN-Vetomächten plus Deutschland "eine Bedrohung für Israels Überleben". Sie blockiere Irans Weg zu einer Atombombe nicht, sondern ebne ihn.

Obama hielt dem entgegen: "Was ich ihnen (den Israelis) sagen kann, ist, Nummer eins, dass dies unsere bisher beste Möglichkeit ist sicherzustellen, dass der Iran keine Atombombe in seinen Besitz bringt. Und Nummer zwei, dass wir auch, wenn wir diesen Deal besiegeln, eine sehr klare Botschaft an die Iraner und die gesamte Region aussenden werden, die besagt, dass Amerika da sein wird, wenn jemand Israel bedroht".

Nach der Rahmenvereinbarung wollen die Verhandler jetzt bis Ende Juni ein endgültiges Abkommen aushandeln, um den zwölfjährigen Atomstreit beizulegen. Der Westen will ausschließen, dass der Iran unter dem Deckmantel einer friedlichen Nutzung von Kernenergie Atomwaffen entwickelt. Im Gegenzug verlangt der Iran, dass der Westen seine Wirtschaftssanktionen aufhebt.

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