Nicht bereit zur Veränderung

Nicht bereit zur Veränderung

Meinung:

Nicht bereit zur Veränderung

Von SZ-Korrespondent Frank Herrmann

Wenn die Reise nach Mexiko in den Augen mancher seiner Berater einen Schwenk in die Mitte signalisieren sollte, so zeigte der Auftritt in Arizona, dass Trump gar nicht bereit ist zu einem solchen Schwenk. Er hat offensichtlich entschieden, sich auf die wütenden weißen Männer zu konzentrieren. Auf die Verunsicherten, die Globalisierungsverlierer, an die sich seine Kampagne vom ersten Moment an richtete. Trump setzt auf Abgrenzung, auf ein Schablonendenken. Daran hat sich nichts geändert. Sollte seine treuesten Anhänger die Sorge umgetrieben haben, der Hardliner könnte sich auf einmal weichgespült zeigen, so dürfte sie der Auftritt in Arizona beruhigt haben. All jene, die Trump auf der Zielgeraden des Wahlkampfs auch politische Flexibilität zugetraut hatten, sehen sich spätestens jetzt eines Besseren belehrt.