Neue Sorge vor Terror bei Fußball-EM

Paris/Berlin · Sicherheitsbehörden warnen vor hoher Anschlagsgefahr während der Fußball-EM. Ein Beleg könnte der Absturz einer in Paris gestarteten Egyptair-Maschine sein. Auch hier gilt Terror als mögliche Ursache.

Rund drei Wochen vor der Fußball-EM nimmt die Nervosität wegen möglicher Terror-Gefahren in Frankreich zu. Nach neuen Warnungen von Sicherheitsbehörden nährte gestern auch der Absturz eines in Paris gestartet Airbus A320 der Egyptair über dem Mittelmeer die Sorge, Frankreich gerate weiter in den Fokus von Terroristen. Während die französischen Ermittler einen terroristischen Hintergrund der Flug-Katastrophe gestern nicht ausschließen wollten, nannte die ägyptische Regierung diesen wahrscheinlicher als einen Unfall der 13 Jahre alten Maschine.

Der Airbus mit 66 Insassen - darunter 15 Franzosen und 30 ägyptische Reisende - war am Mittwoch um 23.21 Uhr in Paris gestartet. Gegen 2.30 Uhr am Donnerstag, eine gute halbe Stunde vor der geplanten Ankunft in Kairo, verschwand er südöstlich von Kreta vom Radar. Nach Angaben der Regierung in Athen geriet er in 11 300 Meter Höhe stark ins Trudeln und stürzte ab. Suchmannschaften fanden im Meer zwei orangene Gegenstände, die zum Airbus gehören sollen.

Bereits Ende Oktober war ein russischer Ferienflieger mit 224 Insassen über der Sinai-Halbinsel abgestürzt, nachdem an Bord eine Bombe explodiert war. Die Terror-Miliz IS hatte sich zu dem Attentat bekannt.

BKA sieht Bedrohung

Vor islamistischer Terror-Gefahr bei der EM warnte jetzt das Bundeskriminalamt (BKA). Nach einem "Bild"-Bericht nennt ein internes BKA-Papierer als mögliche Anschlagsorte symbolträchtige und "weiche Ziele mit einer großen medialen Aufmerksamkeit und entsprechend hohen Opferzahlen". Auch die Nationalmannschaften selbst seien gefährdet. Die französische Regierung warnt seit Monaten vor hoher Terrorgefahr im Land. Seit den Anschlägen in Paris vom November herrscht der Ausnahmezustand. > , Meinung

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