Nato will bis zu 40 000 Soldaten für schnelle Eingreiftruppe

Nato will bis zu 40 000 Soldaten für schnelle Eingreiftruppe

Angesichts der Spannungen mit Russland stockt die Nato ihre schnelle Eingreiftruppe deutlich auf. Bis zu 40 000 Soldaten statt bisher 20 000 bis 25 000 sollen künftig für Kriseneinsätze zur Verfügung stehen.

Zudem sollen Entscheidungsprozesse gestrafft werden, um im Ernstfall eine schnellere Reaktion zu ermöglichen.

"Wir werden uns nicht in einen Rüstungswettlauf hineinziehen lassen, aber wir müssen dafür sorgen, dass unsere Mitgliedstaaten sicher sind", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei einem Treffen mit den Verteidigungsministern der Bündnisstaaten zu den Plänen, die noch gestern beschlossen werden sollten. Die Aufstockung der Truppe ist eine von zahlreichen Aufrüstungsmaßnahmen, mit denen die Nato auf die Ukraine-Krise reagiert. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU ) hält die Maßnahmen für angemessen. Einen Rückfall in die Blockkonfrontation sieht sie nicht. "Es wird keine Rückkehr zum Kalten Krieg geben", sagte sie. Von der Leyen unterstützt auch die von den USA geplante Verlegung von schwerem Militärgerät in Richtung Osten. Dabei soll es sich um 250 Panzer, Infanteriefahrzeuge und Artilleriegeschütze für 5000 Soldaten handeln.

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