Minister wehrt sich nach Silvester-Chaos gegen Vertuschungsvorwürfe

Köln · Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat Vertuschungsvorwürfe im Zusammenhang mit den massiven Übergriffen auf Frauen an Silvester in Köln mit Nachdruck zurückgewiesen. Einem Zeitungsbericht zufolge soll eine dem Haus von Minister Ralf Jäger (SPD ) untergeordnete Stelle versucht haben, auf eine Polizeimeldung Einfluss zu nehmen.

Ein Beamter der Landesleitstelle habe nach Erhalt eines brisanten Berichts über zahlreiche Raub- und Sexualdelikte am 1. Januar bei der Kölner Polizei angerufen, "um die Bitte zu übermitteln, die Meldung zu stornieren bzw. den Begriff der Vergewaltigung zu streichen". Dies sei "ein Wunsch aus dem Ministerium". Die Polizei hat bisher 153 Verdächtige ermittelt, die meisten von ihnen sind Männer aus Marokko und Algerien.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort