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Migrantenkinder seltener in Kitas

Migrantenkinder seltener in Kitas

Wiesbaden. Kleinkinder mit Migrationshintergrund werden weiterhin nur selten in einer Tageseinrichtung oder bei Tagesmüttern betreut. 2011 lag der Anteil der unter Dreijährigen mit 14 Prozent nur drei Prozentpunkte über dem Wert von 2009, wie das Statistische Bundesamt gestern mitteilte. Insgesamt lag zum Stichtag 1

Wiesbaden. Kleinkinder mit Migrationshintergrund werden weiterhin nur selten in einer Tageseinrichtung oder bei Tagesmüttern betreut. 2011 lag der Anteil der unter Dreijährigen mit 14 Prozent nur drei Prozentpunkte über dem Wert von 2009, wie das Statistische Bundesamt gestern mitteilte. Insgesamt lag zum Stichtag 1. März 2011 die Betreuungsquote mit 30 Prozent nur fünf Prozentpunkte höher als zwei Jahre zuvor. Arbeiterwohlfahrt und SPD forderten mit Blick auf die Zahlen, die Einführung des Betreuungsgeldes zugunsten eines schnelleren Kita-Ausbaus abzusagen. Das Betreuungsgeld stehe "im Widerspruch zu allen bildungs- und migrationspolitischen Zielen unserer Zeit", sagte der Awo-Vorsitzende Wolfgang Stadler.Familienministerin Kristina Schröder (CDU) verwies auf die Förderung spezieller Migranten-Kitas mit Schwerpunkt "Sprache und Integration": "Die Zahlen zeigen, dass es richtig ist, hier ein neues Angebot zu schaffen." dapd