Merkels Schicksalwird besiegelt

Wahl des Bundespräsidenten · Merkels Schicksalwird besiegelt Zur bevorstehenden Wahl eines neuen Bundespräsidenten (diverse SZ-Artikel) Das im Spätherbst 2009 mit großen Versprechen angetretene schwarz-gelbe "Satirekabinett" beschäftigt sich offensichtlich nur noch mit sich selbst. Mehr Netto vom Brutto wird zu unausgewogenen Nackenschlägen für die Normalbevölkerung umfunktioniert

Merkels Schicksalwird besiegelt Zur bevorstehenden Wahl eines neuen Bundespräsidenten (diverse SZ-Artikel) Das im Spätherbst 2009 mit großen Versprechen angetretene schwarz-gelbe "Satirekabinett" beschäftigt sich offensichtlich nur noch mit sich selbst. Mehr Netto vom Brutto wird zu unausgewogenen Nackenschlägen für die Normalbevölkerung umfunktioniert. Immer mehr hochkarätige Protagonisten werden zu Fahnenflüchtigen. Wird Joachim Gauck zum besseren Bundespräsidenten gewählt, ist Frau Merkels Erbprinzessinnen-Mandat beendet. Von 1998 bis 2010 stiegen die Staatsschulden von 1,5 auf 1,7 Billionen Euro, die Hirne der Finanzgewaltigen haben das aber erst jetzt zur Kenntnis genommen. Karl-Dieter Martin, NeunkirchenLinkspartei muss Farbe bekennen Ich finde es amüsant, mit welcher Vehemenz sich der Vorsitzende der Saar-Linken, Rolf Linsler, gegen die Wahl von Joachim Gauck als Bundespräsident ausspricht. Gauck wolle das Saarland abschaffen und so weiter. Ich glaube ja vielmehr, dass die Linkspartei persönliche Animositäten gegenüber Joachim Gauck hegt, da dieser nach der Wiedervereinigung zum Verwalter der Stasi-Unterlagen beauftragt wurde. Und als Mahner uns Deutsche immer wieder in Erinnerung rufen würde, was für ein Unrechtsstaat die DDR war. Was von ostdeutschen Kommunisten ja schon mal in Abrede gestellt wird. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Linkspartei muss Farbe bekennen und ihre inhumane Vergangenheit endlich anerkennen. Stefan Dewes, Nalbach Junge Menschenbraucht das Land Ich kenne Herrn Gauck und Herrn Wulff nur aus den Medien. Eins steht fest: Herr Gauck ist ein alter Mann, der das Rentenalter schon überschritten hat; er sollte seine Rente genießen. Bei Herrn Gauck habe ich den Eindruck, wir Westdeutschen haben vor Gauck in Unfreiheit gelebt, das Wort "Freiheit" klingt bei ihm wie eine Predigt. Herr Wulff ist ein junger dynamischer Mann mit einer großen Familie, mit einem sicheren Auftreten, der Jung und Alt vertreten kann. Schwarz-Gelb und Rot-Grün sollten sich überlegen: Junge Menschen braucht das Land, ihnen gehört die Zukunft. Irene König, Wadgassen Köhler war wohlzu unbequem Den Rücktritt von Horst Köhler bedauere ich - wie sicher die Mehrzahl der Bürger - zutiefst. Nach der Schlaftablette Johannes Rau hatten wir endlich einen in Wirtschaft und Finanzen kompetenten Bundespräsidenten, der sein Amt vorbildlich ausgeübt hat. Die absichtliche Fehlinterpretation seiner Aussagen im Zusammenhang mit dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist absurd. Vermutlich war Horst Köhler der Kanzlerin durch seine unangepasste Amtsführung zu unbequem geworden, sonst hätte sie den Rücktritt verhindern können. Gerhard Michaeli, Saarbrücken"BeleidigterLeber-Horst" Der Dienstwagen mit Fahrer, das Büro mit Personal und die "fette Kohle" läuft sowieso weiter. Da kann man leicht den "beleidigten Leber-Horst" spielen. Bei Arbeitsverweigerung wegen berechtigter Kritik an der eigenen Leistung würden normale Arbeitnehmer unverzüglich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt. Komfortable Vergünstigungen sind dann eher selten. Seine hohe Sensibilität hat Horst Köhler auch mit der Wahl des Zeitpunktes mitten in der Krise gezeigt. Vielleicht hat ihn dabei ein bekannter Saarländer beraten. Walter Gräsel, SaarbrückenKreativ ist dieserMensch wirklich Ein wunderbarer, kreativer Mensch, der neue Ideen bringe. So präsentiert die Bundeskanzlerin ihren Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten, Christian Wulff. Kreativ ist der Mensch, das muss man ihm lassen. Als Niedersachsens Ministerpräsident hat er vor sechs Jahren die Blindenhilfe in seinem Land abgeschafft. Eine Premiere in Deutschlands Landen. Erst unter dem Druck eines drohenden Volksbegehrens wurde das Blindengeld wieder eingeführt, auf niedrigstem Niveau. Wulffs damalige Mitstreiterin bei der Abschaffung des Nachteilsausgleichs für Blinde war seine Sozialministerin Ursula von der Leyen, die kürzliche Beinahe-Kandidatin. Etwa 130 000 blinde Menschen in Deutschland "sehen rot", wenn sie die Namen Wulff oder von der Leyen hören. Hans Schaaf, QuierschiedKein präsidialerVolksvertreter Zwischen einem "dünnhäutigen" (?) und übersensiblen (über?) Bundespräsidenten wünsche ich mir einen, der so präsidiert und reagiert, wie ich (wir, das zahlende Fußvolk) das in unserem alltäglichen Arbeitsleben auch tun müssen. Und dabei bin ich nicht oberste, volksnahe Repräsentantin eines Landes. Er war nicht der präsidiale Volksvertreter: Das beweist sein "Keinen Bock mehr". Ich sah bei der Abschiedsrede eine sprichwörtlich beleidigte Leberwurst. Köhler duldete und ertrug keine Zwischenrede kritischer Instanzen und ging wohl davon aus, dass er, der aus den höchsten Gefilden des Internationalen Währungsfonds herabgestiegen war, von Wider-"Sprüchen" gefälligst verschont werden müsse. Wir entlohnen nun also zusammen mit Herrn Köhler noch die Herren Scheel, von Weizsäcker und Herzog sowie die Ehefrau des verstorbenen Johannes Rau fürstlich. Jetzt kommt ein neuer Bundespräsident hinzu: mit gleichen Bezügen beziehungsweise Altersversorgung, Büros, Luxuslimousinen, etc. (selbstverständlich komplett aus Steuergeldern zu bezahlen). Ich bin deshalb mehr als gespannt, ob der "übersensible" Horst Köhler zum Wohle des Volkes auf seine Apanage verzichtet. Gabriele Malter-Weigand, Behren-Village

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