Merkel sagt Wahlsieger Macron Unterstützung zu

Merkel sagt Wahlsieger Macron Unterstützung zu

(afp/SZ) Deutschland und die EU haben den künftigen französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu einer beherzten Reformpolitik ermuntert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte Macron dazu gestern ihre Unterstützung bei Wirtschaftsreformen zu. Macron werde in den kommenden Jahren Ergebnisse erzielen müssen, mahnte Merkel. "Es wird zum Schluss nach der Legislaturperiode gefragt werden, wie sieht es aus mit der Arbeitslosigkeit, wie sieht es aus mit der Wirtschaftskraft." Auch bei Themen wie soziale Gleichheit oder Integration "sind wir immer hilfreich", sagte Merkel. "Aber deutsche Unterstützung kann französische Politik natürlich auch nicht ersetzen."

Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker rief Macron gestern bei einem Besuch in Berlin zu Haushaltsreformen auf. Der 39-Jährige hatte am Sonntag bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich mit 66,1 Prozent der Stimmen einen klaren Sieg gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen erzielt. Saarländische Politiker reagierten erfreut auf die Wahl Macrons - auch mit Blick auf Europa. Linken-Fraktionschef Oskar Lafontaine zeigte sich dagegen erneut skeptisch. Macron sei "kein Pro-Europäer" und stehe für "neoliberale Politik", sagte er.

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