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Matschie will nicht mehr Thüringer Regierungschef werden

Matschie will nicht mehr Thüringer Regierungschef werden

Erfurt. In Thüringen ist eine Hürde für Rot-Rot-Grün beseitigt: SPD-Chef Christoph Matschie beansprucht vor der heutigen Entscheidung über die Koalitionsbildung nicht mehr das Amt des Ministerpräsidenten. Allerdings beharrt Matschie auf einem SPD-Regierungschef als Voraussetzung für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen

Erfurt. In Thüringen ist eine Hürde für Rot-Rot-Grün beseitigt: SPD-Chef Christoph Matschie beansprucht vor der heutigen Entscheidung über die Koalitionsbildung nicht mehr das Amt des Ministerpräsidenten. Allerdings beharrt Matschie auf einem SPD-Regierungschef als Voraussetzung für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen. Die Linke begrüßte den Verzicht, widersprach aber diesem Beharren, weil die SPD bei der Landtagswahl im August deutlich schlechter als sie abgeschnitten hatte. Die SPD will heute Abend entscheiden, mit wem sie eine Koalition anstrebt: mit Linken und Grünen oder als Juniorpartner der CDU. Zuvor sondiert sie am Morgen noch einmal mit Linken und Grünen und am Nachmittag mit der CDU. Am Abend tritt dann der SPD-Vorstand zusammen. Die Frage des Regierungschefs ist bislang nur für den Fall einer Koalition von CDU und SPD geklärt: Dann würde CDU-Sozialministerin Christine Lieberknecht die Führungsrolle übernehmen. Im rot-rot-grünen Dreierbündnis stünde diese traditionell der Linken als stärkster Kraft zu. Deren Spitzenkandidat Bodo Ramelow hat aber im Interesse einer gemeinsamen Regierungsbildung bereits darauf verzichtet, weil die SPD seine Wahl ausgeschlossen hatte. dpa