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Lötzsch fürchtet "Zerstörung" der Linken

Lötzsch fürchtet "Zerstörung" der Linken

Berlin/Saarbrücken. Linke-Chefin Gesine Lötzsch warnt vor möglichen dramatischen Folgen des parteiinternen Streits. Vielen Mitgliedern sei offenbar die Gefahr nicht bewusst, "wie schnell man eine Partei zerstören kann und wie schwer es ist, sie wieder aufzubauen", sagte Lötzsch dem "Neuen Deutschland". "Wir können nur gemeinsam gewinnen oder getrennt verlieren

Berlin/Saarbrücken. Linke-Chefin Gesine Lötzsch warnt vor möglichen dramatischen Folgen des parteiinternen Streits. Vielen Mitgliedern sei offenbar die Gefahr nicht bewusst, "wie schnell man eine Partei zerstören kann und wie schwer es ist, sie wieder aufzubauen", sagte Lötzsch dem "Neuen Deutschland". "Wir können nur gemeinsam gewinnen oder getrennt verlieren."Seit dem enttäuschenden Abschneiden der Linken bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg reißt die interne Debatte um Führung und Ausrichtung der Partei nicht ab. Zuletzt sorgten Forderungen hochrangiger Mitglieder nach einem Rücktritt des Schatzmeisters Raju Sharma für Unruhe. Sharma hatte Parteichef Klaus Ernst scharf kritisiert. Lötzsch wandte sich gegen Rücktrittsforderungen.

Auch über eine Rückkehr des früheren Partei-Chefs Oskar Lafontaine in ein Spitzenamt wurde zuletzt spekuliert. Diese Debatte ist nach Einschätzung des stellvertretenden Parteivorsitzenden Heinz Bierbaum jedoch erstmal beendet. Die Partei müsse sich darauf konzentrieren, deutlicher zu machen, dass sie für eine grundsätzliche Neuausrichtung der Politik und die Betonung des Sozialen stehe.

Die Spitzen der Bundespartei kommen heute zu einer Krisensitzung zusammen. dpa/dapd