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Lage in Südsudan eskaliert – Bundeswehr evakuiert Deutsche

Lage in Südsudan eskaliert – Bundeswehr evakuiert Deutsche

Angesichts der anhaltenden Kämpfe im Südsudan hat Deutschland dutzende Staatsangehörige ausgeflogen. Eine Bundeswehrmaschine sei am Freitagmorgen in der Hauptstadt Juba gelandet und habe 55 Menschen nach Entebbe in Uganda ausgeflogen, erklärte das Auswärtige Amt in Berlin.

Die meisten Ausgeflogenen waren deutsche Staatsangehörige, wie der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, sagte. Laut Außenamt wurden aber auch Franzosen, Schweizer und Niederländer mitgenommen.

Außenamtssprecher Schäfer beschrieb die Lage im Südsudan als "äußerst schlecht". Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich der Konflikt auf das ganze Land ausdehne. Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes bemühe sich weiter, deutsche Bürger "aus der gefährlichen Situation in Juba" auszufliegen. Auch die USA warnten indes vor einer Eskalation. "Der Südsudan steht am Abgrund", erklärte US-Präsident Barack Obama.

Hintergrund der Kämpfe ist offenbar ein Machtkampf zwischen Südsudans Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Vize Riek Machar. Seit Beginn der Kämpfe in der Hauptstadt Juba vor einer Woche wurden nach Schätzungen etwa 500 Menschen getötet.