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Kritik an Kompromiss zur Beschneidung

Kritik an Kompromiss zur Beschneidung

Berlin. Muslimische und jüdische Verbände haben die in Berlin geplante Übergangslösung für religiöse Beschneidungen erneut kritisiert. Auf Widerspruch stieß am Freitag besonders, dass Eltern einen Nachweis über die religiöse Motivation erbringen sollen

Berlin. Muslimische und jüdische Verbände haben die in Berlin geplante Übergangslösung für religiöse Beschneidungen erneut kritisiert. Auf Widerspruch stieß am Freitag besonders, dass Eltern einen Nachweis über die religiöse Motivation erbringen sollen. Kritisiert wurde außerdem, dass Beschneidungen strafrechtlich verfolgt werden könnten, wenn die in der Neuregelung genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Die Berliner Lösung "erschwert die Beschneidung noch weiter und ist inakzeptabel", kritisierte der Vorsitzende des Islamrates, Ali Kizilkaya.Nach Baden-Württemberg und Berlin befürwortet nun auch Bayern eine landesweite Richtlinie bei Strafverfolgung von Beschneidungen. Im Fall von Anzeigen würden bayerische Staatsanwaltschaften Strafverfolgungsmaßnahmen so lange zurückstellen, bis ein entsprechendes Bundesgesetz in Kraft getreten ist, kündigte Justizministerin Beate Merk (CSU) an. afp/epd