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Kramp-Karrenbauer wehrt sich gegen Kritik an F-18-Vorschlag

Überwachung des Waffenembargos gegen Libyen : Kramp-Karrenbauer wehrt sich gegen Kritik an F-18

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die milliardenschweren Pläne für den Ersatz der veralteten Tornado-Flotte im Bundestag verteidigt. Sie warb am Mittwoch dafür, in den kommenden Jahren bis zu 93 Eurofighter sowie 45 F-18-Kampflugzeuge des US-Herstellers Boeing zu beschaffen.

Alle der Nato zugesagten Fähigkeiten des Tornado müssten ohne Unterbrechung abgebildet werden. Der Vorschlag sei ein Kompromiss. Er garantiere den Erhalt von industriepolitischen Fähigkeiten in Deutschland und Europa und bilde eine Brücke in die Zukunftstechnologie des künftigen europäischen Luftkampfsystems FCAS. 

Der SPD-Verteidigungsexperte Fritz Felgentreu forderte dagegen weitere Diskussionen. So sei für die SPD nicht geklärt, warum nicht alle Aufgaben mit einem europäischen Flugzeug übernommen werden könnten. Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann kritisierte die Uneinigkeit der Regierungskoalition in einer seit Jahren diskutierten sicherheitspolitischen Frage.