Köhler stellt mehr Elterngeld in Aussicht

Berlin. Familienministerin Kristina Köhler (CDU) hat in der Debatte über den Etat ihres Hauses Verbesserungen beim Elterngeld in Aussicht gestellt. Im Haushalt 2010 stünden 4,5 Milliarden Euro zur Verfügung, um Eltern nach der Geburt eines Kindes eine Auszeit zu ermöglichen, sagte Köhler gestern im Bundestag. Das seien 80 Millionen Euro mehr als im Vorjahr

Berlin. Familienministerin Kristina Köhler (CDU) hat in der Debatte über den Etat ihres Hauses Verbesserungen beim Elterngeld in Aussicht gestellt. Im Haushalt 2010 stünden 4,5 Milliarden Euro zur Verfügung, um Eltern nach der Geburt eines Kindes eine Auszeit zu ermöglichen, sagte Köhler gestern im Bundestag. Das seien 80 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die zunehmende Akzeptanz vor allem der Vätermonate zeige, "dass wir damit ein Bedürfnis der jungen Familien getroffen haben". Sie wolle noch im laufenden Jahr die Zahl der Vätermonate erhöhen und ein verlängertes Teil-Elterngeld einführen. Berichten zufolge soll im Rahmen einer zu Jahresbeginn 2011 geplanten Elterngeld-Reform die Zahl der so genannten Partnermonate von derzeit zwei auf vier Monate erhöht werden. Die Höchstbezugsdauer für Fälle, in denen beide Partner zur Betreuung ihres Kindes eine berufliche Auszeit nehmen, würde damit 16 Monate betragen. Die Vorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer, bezeichnete das Elterngeld als "Erfolgsgeschichte". Sie sprach sich für die Einführung eines Teil-Elterngeldes aus, das bis zu 28 Monate lang ausgezahlt werden könne, wenn der betreffende Elternteil in dieser Zeit Teilzeit arbeitet. Köhler kündigte im Bundestag zudem Maßnahmen zur Stärkung pflegender Angehöriger an. Pflegende brächten viele Opfer und gingen oft über die Grenzen des Belastbaren hinaus. Die SPD kritisierte, Köhler bleibe die Antwort schuldig, was sie für Pflegebedürftige und ihre Angehörige tun wolle. Vorschläge, pflegende Angehörige bis zu zehn Tage von der Arbeit freizustellen, seien von der schwarz-gelben Koalition abgelehnt worden, "nicht von der SPD" sagte die Abgeordnete Dagmar Ziegler. afp

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